Intervallfasten – Was bringt es deinem Körper wirklich?

Intervallfasten ist derzeit eine beliebte Methode zum Abnehmen. Und das beste ist, dass es fast nichts mit einer Diät zu tun hat. Und das Prinzip ist recht einfach und für jeden Menschen leicht umsetzbar. Besonders verlockend für die meisten Menschen: Du darfst weiter das essen, was Du möchtest!

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Wie Intervallfasten funktioniert

Fasten bedeutet über einen bestimmten Zeitraum auf essen zu verzichten.
Es gibt zwei Möglichkeiten des Intervallfastens. Eine Methode ist die 5:2 Methode. An fünf Tagen darfst Du ganz normal essen. An den restlichen zwei Tagen dürfen Frauen 500 und Männer 600 Kalorien zu sich nehmen. An den zwei Fastentagen darfst Du keine Kohlenhydrate wie Nudeln oder Brot essen. Zucker ist ganz tabu. Du solltest viel Wasser und Tee an diesen beiden Tagen trinken.

Der Körper lernt so von seinen Fettreserven zu leben. An den Fastentagen darfst Du auch Gemüsebrühe trinken.
Für Menschen, die keinen kompletten Tag ohne essen wollen, gibt es die 16:8 Methode. Das bedeutet, dass eine Mahlzeit am Tag einfach weggelassen wird. Es soll so eine Pause von 16 Stunden entstehen. In dieser Pause darf nichts gegessen werden. Wasser, Tee ohne Zucker und schwarzer Kaffee dürfen aber getrunken werden. In der Praxis würdest Du also nach 17 oder 18 Uhr nichts mehr essen und dann am nächsten Tag um 9 oder 10 Uhr frühstücken. Besonders für den Schlaf ist die 16:8 Methode sehr gut. Denn wenn am Abend nichts mehr gegessen wird, ist der Körper nicht mit dem Verdauen beschäftigt. So kann er sich komplett auf den Schlafvorgang konzentrieren und Du schläfst besser. Intervallfasten hilft Dir, Dich am nächsten Morgen fit und ausgeruht zu fühlen.

Was Du essen und trinken darfst

Der große Vorteil beim Intervallfasten ist, dass Du auf überhaupt nichts verzichten musst. Du darfst genau das Gleiche essen wie immer. Du solltest nur darauf achten, Dich beim Essen nicht vollzustopfen. Trinken darfst Du übrigens Wasser, ungesüßte Tees und schwarzen Kaffee. Zucker und Milch sind im Kaffee während des Intervallfastens nicht erlaubt. Cola, Fanta und Energy Drinks sind ab sofort tabu. Wasser und Tee sind übrigens super dafür geeignet um Hungerphasen zu überstehen. Denn oft denkt der Körper, er hat Hunger. In Wahrheit hat er aber nur Durst.

Sport und Intervallfasten

IntervallfastenEigentlich widerspricht sich Sport und Intervallfasten nicht. Im Gegenteil wird sogar empfohlen sich nach dem ersten Mal essen zu bewegen. Ein kleiner Spaziergang oder leichter Sport sind perfekt. Wenn Du allerdings gerade erst begonnen hast zu fasten, solltest Du vorsichtig sein. Denn das Intervallfasten bedeutet für Deinen Körper eine große Belastung. Wenn Du ihn dann noch zusätzlich mit Sport stresst, fühlst Du Dich schnell unwohl. Am besten wartest Du ab, bis Dein Körper sich an das Fasten gewöhnt hat. Das kann schnell gehen, aber vielleicht auch etwas dauern. In der Regel merkst Du schnell, wie belastbar Du bist. Wenn Du Deinen Sport Deinem Körpergefühl anpasst, kann nichts schief gehen.

Warum ist Intervallfasten gesund

Der Körper des Menschen ist fasten gewohnt. Schon in der Steinzeit musste der Menschen immer wieder auf Nahrung verzichten. Eine längere Zeit auf Nahrung zu verzichten ist also eigentlich für den Körper völlig natürlich. Der Stoffwechsel und der Körper sind daran gewöhnt nicht immer Essen zur Verfügung zu haben. Aus diesem Grund sind die Gewohnheiten zu essen ungesund und eine Erklärung für viele Krankheiten. Schuld an Diabetes und Fettsucht sind das große und dauerhafte Angebot an Lebensmitteln. Dein Körper speichert nur ständig Reserven, weil er denkt, es könnten wieder Phasen ohne Nahrung kommen. Dass das nicht der Fall ist, kann er nicht wissen. Die Reserven werden allerdings nie gebraucht. Viele Menschen haben außerdem zu wenig Bewegung. Aus diesem Grund sind die meisten Menschen zu dick.

Eine Studie an Mäusen hat außerdem eine interessante Entdeckung gemacht. Forschen haben Mäuse fasten lassen, um das Intervallfasten nach zu machen. Dabei haben die Forscher herausgefunden, dass sich die Zellen der Mäuse gereinigt haben. So eine Reinigung der Zellen sorgt für eine Entgiftung und Reinigung des Körpers. Fasten kann als ein Training des Stoffwechsels verstanden werden. Giftige Stoffe sammeln sich nicht mehr gut im Körper an und können besser ausgeschieden werden. Der Stoffwechsel von Mäusen und Menschen ist sich sehr ähnlich. Daher gehen die Forscher davon aus, dass fasten für uns Menschen genauso gut sein kann wie für die Mäuse.

Intervallfasten – was passiert im Körper?

Du fragst Dich bestimmt, warum Intervallfasten so gut funktioniert. Eigentlich ist das Prinzip ganz einfach. Durch die langen Pausen beginnt der Körper seine Fettreserven zu verbrauchen. Kleine Häppchen zwischendurch sorgen dafür, dass dein Blutzucker ansteigt. Denn die Kohlenhydrate dieser kleinen Zwischenmahlzeiten werden vom Körper in Zucker umgewandelt. Jedes Mal, wenn Du isst, schüttet Dein Körper also Insulin aus. Durch einige Prozesse im Körper wird der Fettabbau dann gestoppt. Das ist besonders ungünstig, wenn Du eigentlich abnehmen willst.
Außerdem führt das Insulin dazu, dass Du immer wieder unterzuckerst. Die Unterzuckerung sorgt dann für die berühmten Heißhungerattacken. Ein wahrer Teufelskreis also. Das Intervallfasten verhindert genau diesen Prozess.

Intervallfasten als Diät

Viele Menschen fasten, um ihren Körper etwas gutes zu tun. Vielleicht um den Stoffwechsel zu erleichtern oder weil sie es als natürlich für den Körper ansehen. Intervallfasten wird aber auch gerne als Diät und letzter Ausweg verwendet. Viele Diäten sind deshalb erfolglos, weil der Jo-Jo-Effekt eintritt. Wenn Du nach einer Diät wieder Dein normales Essverhalten aufnimmst, passiert es schnell, dass Du plötzlich mehr wiegst als vor der Diät. Genau das soll beim Intervallfasten nicht passieren. Da das Essverhalten nicht geändert wird, kann kein Jo-Jo-Effekt eintreten. Durch das Fasten muss der Körper endlich einmal an seine Fettreserven gehen und Du nimmst ohne viel zu machen einfach ab.

Gewichtsabnahme

Vielleicht fragst Du Dich wie schnell und wie viel Du abnehmen kannst mit dem Intervallfasten. Dafür gibt es leider keine festen Werte oder Studien. Denn es hängt von Deinem Körper ab, wie er auf das Fasten reagiert. Außerdem ist es wichtig, wie Du Dich neben dem Fasten ernährst. Wie bei allen anderen Diäten gilt nämlich auch beim Fasten eine wichtige Regel. Du darfst über den Tag verteilt nicht mehr Kalorien zu Dir nehmen als Du verbrauchst. Wenn Dein normales Essen aus Fast-Food besteht, kann auch Intervallfasten keine Lösung für zuviel Gewicht sein. Auch Dein Gewicht spielt eine Rolle. Wer zu dick ist, nimmt automatisch schneller und mehr ab.

Was gegen Intervallfasten spricht

Es kann möglich sein, dass Dein Lebensstil für Fasten ungeeignet ist. Zumindest in der Anfangsphase des Fasten kann Dein Körper mit der Umstellung des Essverhaltens zu kämpfen haben. Möglicherweise wird Dir häufiger schwindlig oder Du fühlst Dich etwas benommen und matschig. Hast Du an Deinem Arbeitsplatz mit großen Maschinen zu tun oder kümmerst Dich um Menschen? Dann solltest Du mit dem Intervallfasten am besten in Deinen Urlaub oder anderen freien Tagen beginnen.
Außerdem sind Intervallfasten und Alkohol keine gute Kombination. Auf nüchternen Magen kann Alkohol die Gefahr einer Alkoholvergiftung erhöhen. Bevor Du Alkohol trinkst, solltest Du immer genug essen.

Wann Du auf Intervallfasten verzichten solltest

Es gibt bestimmte Menschengruppen, für die Intervallfasten einfach nicht geeignet ist. Leidest Du beispielsweise an einer Mangel- oder Unterernährung, niedrigem Blutdruck, Migräne oder Diabetes solltest Du auf keinen Fall fasten.
Längere Reisen sind für den Körper sehr anstrengend. Insbesondere wenn die Zeitzonen gewechselt werden. Dann ist das Intervallfasten eine zusätzliche Belastung, die Du Deinem Körper ersparen solltest. Besonders wenn Du häufig an Geschäftsessen teilnehmen musst, ist ein strenger Zeitplan einfach nicht umsetzbar.
Eine weiterer Grund kann sein, dass Du täglich zu den Mahlzeiten Medikamente einnehmen musst. Fasten kann unter Umständen die Nebenwirkungen beeinflussen. Blutverdünner, hormonelle Verhütungsmittel, Antipsychotika und Antidepressiva gehören dazu.
In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf Intervallfasten komplett verzichtet werden. Kinder sollten übrigens auch nicht fasten müssen. Denn deren Stoffwechsel funktioniert anders als der von erwachsenen Menschen.

Für wen Intervallfasten besonders geeignet ist

Für viele Menschen ist Intervallfasten der letzte Versuch abzunehmen. Intervallfasten ist ganz anders als andere Diäten. Für gewöhnlich bekommst Du bestimmte Lebensmittel verboten wie Schokolade oder Weißbrot. Vor allem psychisch ist sowas für Dich sehr anstrengend. Beim Fasten darfst Du das essen, was du willst. Das einzige was du beachten musst ist, dass Du nur zu bestimmten Zeiten isst.
Mit dem Intervallfasten kannst Du außerdem verhindern Diabetes zu erkranken. Wenn Du bereits Diabetes hast, solltest Du vorsichtig sein. Gibt es aber eine Vorbelastung in der Familie von Diabetes kannst Du mit dem Fasten Deinem Körper helfen und die Gefahr senken auch an Diabetes zu erkranken. Es gibt sogar eine Studie die genau das beweisen konnte.
Sogar eine Fettleber kann über längere Zeit durch das Intervallfasten abgebaut werden.

Wie lange fasten?

Zu guter Letzt fragst Du Dich bestimmt, wie lange Du das Intervallfasten eigentlich durchziehen musst. Dafür gibt es keine festen Regeln. Wenn Du möchtest, kannst Du Dein gesamtes Leben mit dem Intervallfasten leben. Dein Körper ist für diese Art zu essen und zu trinken von Natur aus wie geschaffen. Aus medizinischer Sicht spricht nichts dagegen. Außer Du fällst in die Gruppe der Menschen, die nicht fasten sollten. Dann solltest Du mit Deinem Arzt über das Fasten sprechen. Wenn Du mit dem Fasten beginnst, kann es schon zwei Wochen dauern, bis Du erste Erfolge merkst. Nach drei Wochen soll sogar das Gefühl Hunger zu haben einfach verschwinden. Du solltest Intervallfasten nicht als Diät betrachten, sondern als eine neue Art zu leben. Es ist eher eine Lebenseinstellung, denn mit dem Intervallfasten tust Du Dir und Deinem Körper etwas Gutes.